Frau liegt nachts wach im Bett, während Gedanken kreisen und innere Unruhe spürbar ist


Funktionierst du noch, oder lebst du schon?


Vielleicht ist es einer dieser Abende, an denen alles erledigt ist und endlich Ruhe einkehren sollte. Und trotzdem merkst du, dass in dir noch etwas wach ist, etwas, das nicht einfach mit dem Tag abschließt.

Es ist kein klarer Lärm, eher ein unterschwelliges Weiterlaufen. Wie ein innerer Strom, der nicht versiegt, auch wenn im Außen längst nichts mehr passiert. Du liegst da, dein Körper ist erschöpft, aber dein Inneres kommt nicht hinterher.

Ich frage dich etwas, und nimm dir wirklich Zeit für die Antwort:

Auf einer Skala von eins bis zehn – wie gestresst fühlst du dich gerade?
1 bedeutet total gestresst und 10 du bist absolut entspannt.

Nicht die Zahl, die vernünftig klingt. Sondern die, die du spürst, wenn du ehrlich wirst.

Vielleicht kennst du diese Situation:

Du legst dich ins Bett, weil du merkst, dass du müde bist. Doch statt einzuschlafen, weil du müde bist, drehst du dich hin und her.

Und dann beginnt es.

Ein Gedanke taucht auf. Dann der nächste. Erst sind es kleine Dinge, fast nebensächlich. Doch plötzlich stehen Themen im Raum, die du schon lange mit dir herumträgst. Dinge, die keinen festen Platz gefunden haben und genau deshalb immer wieder auftauchen.

Dein Körper reagiert darauf, noch bevor du es richtig greifen kannst. Es wird unruhig in dir, als würde etwas unter der Oberfläche arbeiten. Ein feines Kribbeln im Bauch, eine Spannung, die sich nicht klar zuordnen lässt, aber auch nicht verschwindet.

Du liegst da und merkst, wie du innerlich hin- und hergerissen bist. Ein Teil von dir will aufstehen, etwas festhalten, Ordnung in diese Gedanken bringen. Der andere Teil will einfach liegen bleiben, weil die Kraft fehlt, noch einmal aktiv zu werden.

Und während du da liegst, wird etwas deutlich, das im Alltag oft überdeckt ist.

Frau steht erschöpft in einer Menschenmenge und wirkt innerlich überfordert und gestresst

Du hast den ganzen Tag über reagiert, Entscheidungen getroffen, Dinge abgearbeitet, vielleicht Gespräche geführt, Erwartungen erfüllt. Und irgendwo dazwischen ist kaum ein Moment gewesen, in dem du wirklich bei dir warst.

Es ist nicht so, dass du nichts tust. Im Gegenteil. Du bist ständig in Bewegung, innerlich wie äußerlich. Aber vieles davon läuft fast automatisch, wie ein eingeübter Ablauf, der dich durch den Tag trägt, ohne dass du bewusst innehältst.

Und genau das wird in diesen stillen Momenten spürbar.

Vielleicht liegst du eher im mittleren Bereich dieser Skala, wo du merkst, dass etwas nicht ganz passt, es aber noch gut übergehen kannst. Vielleicht bist du schon weiter oben, wo dein Kopf kaum noch zur Ruhe kommt und dein Körper zwar müde ist, aber sich trotzdem nicht wirklich entspannt. Und vielleicht gibt es auch diese Tage, an denen du spürst, dass du längst über deine eigene Grenze gegangen bist, ohne genau sagen zu können, wann das eigentlich passiert ist.

Was dabei oft übersehen wird, ist, dass dieser Zustand nicht nur von außen kommt. Es ist nicht nur das, was du zu bewältigen hast. Es ist auch die Art, wie du dich selbst dabei behandelst.

  • Wie oft gehst du über das hinweg, was du eigentlich wahrnimmst?
  • Wie oft schiebst du etwas beiseite, weil gerade „keine Zeit“ dafür ist?
  • Und wie lange machst du das schon, ohne es wirklich zu hinterfragen?

Vielleicht hast du bereits versucht, dir bewusst mehr Ruhe zu nehmen. Früher schlafen zu gehen, weniger Termine zu haben, dir Zeit freizuschaufeln. Und trotzdem bleibt dieses innere Weiterlaufen bestehen.

Weil es nicht allein darum geht, was du tust oder nicht tust. Sondern darum, ob du dich in dem, was du tust, noch spürst.

Vielleicht kannst du heute Abend etwas anderes ausprobieren. Nichts Großes, nichts, was du „richtig“ machen musst.

Setz dich für einen Moment hin, ohne Ablenkung. Lass alles so, wie es gerade ist. Du musst nichts sortieren, nichts lösen, nichts verbessern.

Schließ die Augen und richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper.

Nicht, um ihn zu verändern. Sondern um wahrzunehmen, wie er sich gerade anfühlt.

Wo ist Spannung?

Wo ist vielleicht noch ein Rest von Ruhe?

Und vielleicht merkst du dabei, dass es gar nicht darum geht, sofort einen Zustand zu erreichen, der sich gut anfühlt.

Sondern erst einmal wieder zu bemerken, wie es dir tatsächlich geht.

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, dann bist du damit nicht allein. Und du musst auch nicht alles für dich alleine sortieren.

Manchmal hilft es, wenn jemand mit dir gemeinsam hinschaut, ohne Druck, ohne schnelle Antworten, sondern mit der Ruhe, die es braucht, um wieder bei sich selbst anzukommen.

Wenn du spürst, dass du dir dabei Unterstützung wünschst, findest du auf meiner Website mehr darüber, wie ich dich begleiten kann.

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